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Rückschau zum Weihe- und Todestag von Bischof Franziskus Demann


    Bischof Dr. Franziskus Demann

Zum 50. Mal jährte sich der Weihe- und Todestag von Bischof Dr. Franziskus Demann

am 27. März 2007.

 

Aus diesem Anlass  hat die Kirchengemeinde St. Vitus Freren eine Gedenkwoche gestaltet.

 

 

 

 

 

Sonntag, 25. März 07

  9.45 Familiengottesdienst in der St. Vitus Kirche

16.00 Podiumsgespräch über Leben und Wirken des Bischofs Demann im Vitus-Haus mit: Pastor Krallmann

Pastor Hüsing

Bürgermeister Prekel

Herrn Alois Demann

Herrn Bernhard Fritze

Herrn Heinz Beel

 

anschließend Eröffnung der Ausstellung "Franziskus Demann"

 

Dienstag, 27. März 07 ( Weihe- und Todestag von Bischof Demann )

19.00 Pontifikalamt mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode in der St. Vitus Kirche

anschließend Begegnung mit dem Pfarrgemeinderat und dem Kirchenvorstand (St. Vitus )

 
   
 

Donnerstag, 29. März 07, 15.00 Seniorennachmittag im Vitus-Haus

Herr Alois Demann stellt den Bischof Dr. Franziskus Demann vor

 

Freitag, 30. März 07, 19.00 Meditation in der St Vitus Kirche

zum Wahlspruch von Bischof Demann: O CRUX AVE SPES UNICA

(O Kreuz, unsere einzige Hoffnung, sei gegrüßt)

 

Wir laden herzlich ein.

 


Biografie


Demann, Gerhard F r a n z i s k u s, Dr.

geboren am 27. Oktober 1900 in Freren, gestorben am 27. März 1957 in Osnabrück, römisch-katholisch, Priester, Lehrer, Professor für Dogmatik und Homiletik am Priesterseminar Osnabrück, Geistlicher Rat, Domkapitular, Bischof

Franziskus Demann wurde als achtes und jüngstes Kind des Tischlermeisters Johannes A u g u s t i n Demann (* am 27.11.1847, † am 3.8.1923) und seiner Ehefrau Maria Luise, geborene Heitmann (* am 10.5.1860, † am 27.12.1920) in Freren geboren. Nach achtjährigem Besuch der katholischen Volksschule in Freren wechselte er an die Frerener Höhere Lehranstalt und setzte seine Ausbildung als Untersekundaner am Gymnasium Meppen fort. Er wohnte dort bei seiner Schwester Sophia (1886-1945), die mit dem Metzgermeister Martin Vollmer in Meppen verheiratet war. Mit dem sogenannten "Einjährigen" schloß er die Schulbildung ab und war im Ersten Weltkrieg ab März 1918 als Matrose auf einem Minensuchbot eingesetzt. Nach Kriegsende wohnte er in seinem Elternhaus an der Königstraße. Dort hatte im Jahre 1912 sein Bruder Aloys Demann (* am 09.03.1888, † am 20.08.1962), verheiratet mit Hermine Wilming (* am 03.05.1900, † am 13.09.1957), die Tischlerwerkstatt übernommen. Bereits dessen Großvater Johann Alois Demann (1801-1878) war in Freren als Tischler tätig. Der weitere Vorfahre Bernhard Anton Demann kam ursprünglich aus Holland, faßte zunächst im Nachbarort Lengerich Fuß und siedelte dann nach Freren über. Die Firma Alois Demann genoß in Freren einen guten Ruf wegen solider und kunstvoller Handwerksarbeit, die heute noch nachweisbar ist wie beispielsweise die Kassettendecke der Kapelle auf Gut Hange (1926), das Chorgestühl in der Christkönigskirche des St. Georgstiftes in Thuine (1928/29) oder das Orgelprospekt in der St. Vituskirche in Freren (1958). Der Tischlermeister Alois Demann spielte im öffentlichen Leben der Stadt Freren eine bedeutende Rolle, zählte er doch 1911 zu den Mitbegründern der Freiwilligen Feuerwehr, leitete als 1. Vorsitzender die Frerener Ortsgruppe der Deutsch-Hannoverschen Partei (1924) und war später als Zentrumsmann viele Jahre Mitglied des Frerener Stadtrates (1945-1952). Die übrigen Geschwister des Franziskus Demann, nämlich Antonia (1884-1956), Sophia (1886-1945), August (1890-1946), Agatha (1892-1974), Anna (1894-1979) und Georg (1897-1937) waren bis auf die Schwester Anna verheiratet. Zwei der Brüder waren wiederum Tischler, einer wurde Ingenieur.

Franziskus Demann fuhr von 1918 bis 1921 täglich mit dem Fahrrad von Freren nach Lingen zum Gymnasium Georgianum und machte am 8. März 1921 sein Abitur mit sehr gutem Erfolg. Beim offiziellen Festakt hielt er die Abschiedsrede auf Griechisch.

Immer wenn Franz Demann als Gymnasiast oder später als Student nach Freren kam, pflegte er zuerst in die Tischlerwerkstatt hineinzuschauen, um sich mit den Gesellen und Lehrlingen - zeitweise waren es 15 bis 20 - zu unterhalten und sich nach ihren Problemen zu erkundigen. Erst dann betrat er das Elternhaus, mit dem er während der Studienzeiten regen Kontakt hielt.

Nach einem Semester Theologie und Philosophie an der Universität in Münster setzte er im Herbst 1921 seine Studien an der Gregorianischen Universität in Rom fort, wo er im Collegium Germanicum wohnte. Am 7. Juli 1924 sprach ihm die Universität den Doktorgrad in Philosophie zu. Am 30. Oktober 1927 empfing er in Rom die Priesterweihe und erwarb am 25. Juni 1928 die theologische Doktorwürde.

Nach seiner Rückkehr aus Rom im Herbst 1928 war er fünf Jahre als Vikar und Religionslehrer an der Rektoratsschule in Haren/Ems und seit 1931 am Gymnasium in Leer tätig. Nach einer längeren Krankheit 1933 erholte er sich in einem Schwesternhaus in Nordwalde. Nach seiner Genesung nahm er auf Wunsch seines Ordinarius, des Bischofs àDr. Wilhelm Berning (1877-1955), zum Wintersemester 1933 ein weiteres Studium an der Universität Münster auf, das er am 13. Februar 1937 mit der Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen abschloß. In den von ihm belegten Hauptfächern Katholische Religion und Hebräisch sowie im Nebenfach Latein schloß er jeweils mit Auszeichnung ab.

Bischof Dr. Wilhelm Berning betraute ihn 1937 mit der Sorge für die Theologen, die aus den Diözesen Hildesheim und Osnabrück in Münster studierten. Von 1939 lehrte er als Dozent für Dogmatik und Homiletik am Osnabrücker Priesterseminar. 1949 ernannte ihn der Bischof zum Professor. Dr. Franziskus Demann übte die Lehrtätigkeit bis zu seiner Bischofsweihe aus. Zwischenzeitlich hatte er eine Wohnung mit eigenem Hausstand über dem Domizil des Kirchenboten, Kleine Domsfreiheit 23, bezogen. Während des Zweiten Weltkrieges hielt er mit vielen Studenten, Seminaristen und Priestern, die zum Militärdienst eingezogen waren, intensiven Briefkontakt und schickte viele Pakete.

In Anerkennung seiner Verdienste und aufgrund seines umfassenden Wissens und Könnens wurde Professor Dr. Franziskus Demann durch Erzbischof Dr. Wilhelm Berning im Dezember 1953 in das Domkapitel berufen. Mit Wirkung vom 7. Januar 1954 wurde er zum Geistlichen Rat am Bischöflichen Generalvikariat ernannt. Mehrere Jahre war er einer der engsten Mitarbeiter des Osnabrücker Bischofs in der Leitung der Diözese. Mit dem Regens des Priesterseminars in Münster, Dr. Michael Keller (1896-1961), war er sehr verbunden, besonders hinsichtlich der Katholischen Aktion. Das Osnabrücker Domkapitel wählte Dr. Franziskus Demann am 23. April 1956 zum Bischof. Die Ernennung durch Papst Pius XII. geschah mit Datum vom 21. Mai 1956 und wurde am 23. Mai 1956 durch den Domdechanten Msgr. Johannes Ridders publiziert.

Die Bischofsweihe war auf den 14. September 1956 - dem Fest der Kreuzerhöhung -festgesetzt worden. Einige Tage vor der Weihe - am 10. September 1956 - erlitt Demann im westfälischen Benediktinerkloster Gerleve, in das er sich zu Exerzitien begeben hatte, einen Herzinfarkt. Nach einigen Wochen der Sorge setzte die Genesung ein. Aufgrund des Urteils der Ärzte stand der Übernahme des Amtes nichts mehr im Wege. Die Schwester des Bischofs, Anna Demann, kümmerte sich um die Einrichtung der Wohnung im bischöflichen Palais, wohnte dort und übernahm die Führung des Haushalts.

Die Inthronisation wurde nun auf den 27. März 1957 verlegt. Den nach dem Reichskonkordat vorgesehenen Eid hatte der Bischof vor dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten Heinrich Hellwege (1908-1991) am 20. März 1957 in Hannover geleistet. Den Weihetag selbst hatten am Vorabend von 18.00 bis 19.00 Uhr und am Morgen des Kon-sekrationstages von 7.00 bis 8.00 Uhr in der Stadt Osnabrück alle katholische Kirchen feier-lich eingeläutet. Als Konsekrator war Kardinal Dr. Joseph Frings (1887-1978), Erzbischof von Köln, erschienen. Die beiden assistierenden Bischöfe waren Dr. Michael Keller aus Münster und Weihbischof Dr. Johannes von Rudloff (1897-1978) aus Osnabrück.

Nachdem der Konsekrator, die übrigen Bischöfe und der gesamte Klerus vor dem Hochaltar in stillem Gebet verharrt hatten, begann das feierliche Pontifikalamt, bei dem der Domchor unter Leitung von Domchordirektor Dr. Heinrich Rahe (1910-1997) mitwirkte. Nachdem Bischof Dr. Franziskus Demann den Bischofsthron bestiegen hatte und segnend durch den Dom geschritten war, wollte er den vor dem Hauptportal in großer Zahl versammelten Gläubigen den ersten bischöflichen Segen spenden. Da geschah das Unfaßbare: Der Bischofsstab entglitt dem Pontifex, und er stürzte zu Boden. Der rasch herbeigeeilte Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Ein zweiter Infarkt hatte seinem Leben ein Ende gesetzt. Unter den Klängen des Tedeums war der soeben geweihte Bischof von Gott heimgerufen worden. Nach und nach verstummten die Glocken bis auf die Totenglocke. Bischof Dr. Michael Keller bestieg die Domkanzel und gab mit gebrochener Stimme den plötzlichen Tod seines Mitbruders und Freundes bekannt. Der bischöfliche Wahlspruch "O crux ave - spes unica" ("O Kreuz, unsere einzige Hoffnung, sei gegrüßt") stand im Mittelpunkt der Predigt, die er nach seiner Weihe als erste Ansprache an die Gläubigen halten wollte. Es blieb das erste und letzte Hirtenwort des Bischofs Dr. Franziskus Demann. Der Weihetag wurde zu seinem Sterbetag. Erschütternde Bilddokumente in vielen Zeitungen und Broschüren liegen vor.

Kardinal Dr. Josef Wendel (1901-1960), Erzbischof von München, der gemeinsam mit Bischof Dr. Franziskus Demann an der Gregorianischen Universität in Rom studiert hatte, nahm unter Assistenz mehrerer Bischöfe die feierlichen Exequien im Osnabrücker Dom vor. Ein langer Trauerzug bewegte sich am 1. April 1957 vom Bischöflichen Palais zum Dom unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, der Teilnahme von Abordnungen der Heimatstadt Freren, bedeutenden Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, hohen Würdenträgern und vielen Priestern der Diözese. Nach dem Totenamt wurde Bischof Dr. Franziskus Demann in der Gruft der Marienkapelle des Osnabrücker Doms beigesetzt.

Der Rat der Stadt Freren beschloß im Mai 1957, ihren großen Sohn durch die Benennung der im Bau befindlichen damaligen achtklassigen Volksschule in "Franziskus-Demann-Schule Freren" zu ehren. Laut Verfügung vom 11. Oktober 1957 stimmte der Regierungspräsident von Osnabrück der Namensgebung zu.

In Memoriam an den Bischof wurde in einer Nische des Turmes der St. Vituskirche ein Glasfenster erstellt mit dem Wappen, dem Wahlspruch des Bischofs sowie seinen Lebensdaten.

Die 1965 fertiggestellte Pfarrkirche Osnabrück-Dodesheide wählte für ihr Patrozinium den Namen Franziskus zur Erinnerung an Bischof Franziskus Demann.

Vor dem Hauptportal des Domes erinnert heute eine im Gehweg eingelassene Bronzetafel an den an seinem Weihetag verstorbenen Bischof. Die von dem Osnabrücker Künstler Hans-Gerd Ruwe angefertigte Tafel zeigte das Bischöfliche Wappen, den Wahlspruch und das Geburts- und Sterbedatum. Am Sonntag, dem 20. März 1994, wurde sie von Bischof Dr. Ludwig Averkamp - heute Erzbischof des neugebildeten Erzbistums Hamburg - gesegnet, nachdem nach langer Planungszeit die gesamte Umgestaltung des Domhofes abgeschlossen war.

Nachlaß

Das Bischofskreuz mit Edelstein und Bischofsstab erhielt Bischof Dr. Helmut Wittler (1913-1987), jetzt von Weihbischof Joachim Jaschke, Hamburg, getragen.
Das Bischofsmeßgewand, gestiftet von den Franziskanerinnen des St. Georgsstiftes Thuine, ging zurück an das Kloster Thuine.
Das Lavabobecken mit Wasserkännchen (Handwaschung bei der hl. Messe) und Bischofsring gelangten über Thuiner Schwestern an den Bischof von Saporro, Japan, mit Namen Benedictus Tomizawa. Nach dessen Tod bekam ihn Bischof Petrus Jinushi, der den Bischofsring nicht tragen konnte, weil er zu weit war. 1991 brachten Thuiner Schwestern den Ring nach Deutschland zurück. Über Dombaumeister Nikolaus Demann, einem entfernten Verwandten des Bischofs, wurde der Bischofsring dem Archiv des Bischofshauses in Osnabrück übergeben.
Das Primizmeßgewand, im romanischen Stil mit Christ-König-Abbildung, und der Kelch wurden an die Kirchengemeinde St. Vitus Freren übergeben. Den Schreibtisch erhielt die Franziskus-Demann-Schule in Freren als Leihgabe.

Quellen

Kopie eines handgeschriebenen Lebenslaufs von Franziskus Demann, datiert vom 1.1.1937 aus dem Franziskus-Haus in Nordwalde, zur Vorlage zur Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen (das Original befindet sich bei seinem Neffen Alois Demann, Freren).
Bernhard Fritze, Schulchronik der Franziskus-Demann-Schule, geführt von 1956 bis 1987, hier S. 29-33 (Franziskus-Demann-Schule Freren).
BAOS Klerikerkartei
Totenbild über Dr. theol. et. phil. Franziskus Demann, Verlag A. Fromm, Osnabrück 1957.

Werke

Das erste und letzte Hirtenwort.
Das Wort an die Priester.
Die Rede bei der Eidesleistung in Hannover.
Skizzen zweier Ansprachen, die er unmittelbar nach seiner Weihe halten wollte:
Ein Wort an die Osnabrücker Katholiken und ein Wort an die Mitarbeiter der Marianischen Kongregation.
Aus der Fülle von Vorträgen, die in seinem Nachlaß gefunden wurden, zwei, die ihn besonders kennzeichnen:
Über die Güte im Denken und Deuten.
Über die Geduld.
Die angeführten Werke sind abgedruckt in der Schrift "Von der Bischofsweihe in den Tod. Zum Gedenken an den Bischof Dr. Franziskus Demann, Osnabrück", herausgegeben von Dr. Walter Wittler am 27. 5. 1957, Ankum 1957.
Dr. Franziskus Demann verfaßte 1947 das Gutachten des Bischofs Dr. Wilhelm Berning bezüglich der Dogmatisierung der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, die Papst Pius XII. 1950 übernahm.

Literatur

Paul Berlage (Bearbeiter), Handbuch des Bistums Osnabrück. Herausgegeben vom Bischöflichen Generalvikariat Osnabrück, Osnabrück 1968.
Hans Clande, Habemus pontificem, in: LVB vom 25.05.1956.
Bernhard Fritze, Interview mit Alois Demann, Neffe des Bischofs Franziskus Demann in: Bernhard Fritze, 75 Jahre Kolping Freren, Ankum 1998, S. 59-61.
Bernhard Fritze, Kurzbiographien Frerener Persönlichkeiten, in: Bernhard Fritze (Hrsg.), Freren. Kleine Stadt im Emsland, Lingen 1994, 573- 582, S. 578 - 580.
Rainer Hehemann, Art. Demann, Franziskus, in: BHGOS S. 62.
Bernd Holtmann, Das Domkapitel zu Osnabrück, Neuenkirchen 1983, S. 150-151.
Marienlexion. Bd. 5, St. Ottilien 1993, S. 29.
Johannes Rüschen, Franziskus Demann starb bei der Bischofsweihe, in: LT-Kurier vom 26.11.1987.
Johannes Rüschen, Bekannte Emsländer aus vergangener Zeit. Biographische Notizen zu emsländischen Persönlichkeiten aus den Jahren 1200 - 1975, Bremen 1988, S. 203.
Wolfgang Seegrün, Art. Demann, Franziskus, in: Lexikon für Theologie und Kirche. Bd. 4, Freiburg 1995 (3., überarbeitete Auflage), Sp. 79.
Hans Slemeyer, Friduren - Freren. Ein Beitrag zur Geschichte des Kirchspiels und der Stadt Freren, von den Anfängen bis zum Jahre 1945, Bonn-Bad Godesberg 1985.
Hans Slemeyer, Materialien zur Geschichte der Stadt Freren, maschinenschriftlicher Beitrag, Bonn 1991.
Hermann Stieglitz (Bearbeiter), Handbuch des Bistums Osnabrück. Herausgegeben vom Bischöflichen Generalvikariat Osnabrück, Osnabrück 1991 (2., völlig überarbeitete Auflage), S. 15, 171.
Wahlpflichtkurs "Geschichte" der Klasse 10 der Marienschule Lingen, 140 Straßennamen in Lingen. Personen in Text und Bild, Lingen 1985, S. 29.
Walter Wittler, Von der Bischofsweihe in den Tod. Zum Gedenken an Bischof Dr. Franziskus Demann, Ankum 1957.
Neue Tagespost, Osnabrück, Sonderausgabe vom 27.03.1957.
Freie Presse, Osnabrücker Tageszeitung vom 28.03.1957.
OT vom 28.03.1957.
OT vom 02.04.1957.
LT Nr. 68 vom 21.03.1957.
LT Nr. 70 vom 23.03.1957.
LT Nr. 74 vom 28.03.1957.
LT Nr. 76 vom 30.03.1957.
LT Nr. 78 vom 02.04.1957.
Kirchenbote des Bistums Osnabrück Nr. 23 vom 03.06.1956.
Kirchenbote des Bistums Osnabrück Nr. 12 vom 24.03.1957.
Kirchenbote des Bistums Osnabrück Nr. 13 vom 31.03.1957.
Kirchenbote des Bistums Osnabrück Nr. 14 vom 07.04.1957.
Kirchenbote des Bistums Osnabrück Nr. 12 vom 21.03.1982.
Kirchenbote des Bistums Osnabrück Nr. 14 vom 04.04.1982.
Kirchenbote des Bistums Osnabrück Nr. 12 vom 23.03.1997.

Autor 
Bernhard Fritze, Freren

 


Pontifikalamt und Ausstellung zum Gedenken am Bischof Franziskus Demann


 

Die Ausstellung zum Gedenken an Bischof Franziskus Demann ist noch bis Ende April im Vitus-Haus zu sehen. Öffnungszeiten: Am Wochenende nach den Gottesdiensten oder nach Absprache mit Frau Bölscher oder dem Pfarrbüro

 

Das Bischofskreuz von Franziskus Demann mit seinem Wahlspruch:

O Kreuz, unsere einzige Hoffnung, sei gegrüßt.

 

Pontifikalamt in St. Vitus mit Bischof Franz-Josef Bode

Foto: Chorraum der Vitus-Kirche, in der Franziskus Demann getauft und gefirmt wurde, die erste heilige Kommunion empfing und seine Heimatprimiz gefeiert hat.

 

Auszug nach dem feierlichen Gottesdienst  


 

 

"Den Einzelnen religiös durchdringen"

ra  (Artikel aus der LT)
Am 50. Weihe- und Todestag von Bischof Franziskus Demann versammelten sich am Dienstag, den 27. März 07, in der Frerener St.-Vitus-Kirche viele Gläubige, um in einem Pontifikalamt mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode des Mannes zu gedenken, der nur wenige Stunden Oberhirte des Bistums sein durfte.

Franz-Josef Bode, der bei der Feier des Gottesdienstes, den er zusammen mit Pfarrer Hermann Krallmann, Pater Fredegand Köhling und Pfarrer Rudolf Hüsing zelebrierte, das Messgewand und den Ring, das Brustkreuz und den Hirtenstab von Bischof Franziskus Demann trug, erinnerte an das "schreckliche Ereignis" am Weihetag des neuen Oberhirten am 27. März 1957: "Das Jubelgeläut der Domglocken schlug plötzlich in Totenklage um, nachdem Franziskus Demann vor dem Portal des Gotteshauses tot zusammengebrochen war."

 

Dass der neue Bischof sich als Wahlspruch "O Kreuz, du einzige Hoffnung, sei gegrüßt" gewählt habe, stehe sicher auch im Zusammenhang mit seiner angegriffenen Gesundheit. "Die hohe Schule des Kreuzes war die Schule seines Lebens." Im Kreuz habe Franziskus Demann nach eigenem Bekunden "die einzige Hilfe gegen die Müdigkeit der Guten" gesehen. Indem der Prediger wiederholt aus dem ersten und einzigen Hirtenbrief und aus einer nicht mehr gehaltenen Predigt des an seinem Weihetag verstorbenen Bischofs zitierte, ließ er den Menschen und Priester Franziskus Demann lebendig werden. Ihm sei es um die innere Erneuerung und Heiligung der Menschen gegangen. Und deshalb habe er sich in seinem Hirtenwort an "alle Kreuzträger im Bistum" gewandt und nachdrücklich zur Besinnung auf das Kreuz Christi aufgerufen.

 

Zitat: "Es geht in unserer apostolischen Arbeit nicht darum, möglichst viele Vereine und Verbände ins Leben zu rufen, sondern um die religiöse Durchdringung des einzelnen Menschen und der Familien. Es geht nicht zuerst um die Verteidigung des Glaubens, sondern um die Ausstrahlung der Glaubenskraft." Für Bischof Demann sei "nicht die große Zahl, sondern die Glut des Glaubens" entscheidend gewesen. Wie hoch er den Dienst am Nächsten angesiedelt habe, machte Bischof Bode mit einem weiteren Zitat deutlich: "Wer glaubt, Gott lieben zu können, ohne seine Mitmenschen einzubeziehen, hat die Botschaft Jesu nicht begriffen." Gütig und liebevoll denken, deuten und sehen entgifte das Herz, heiße es in einem seiner Texte. Der Bischof rief den Gläubigen zu: "Es ist gut, dass Sie den Namen dieses großen Sohnes Ihrer Stadt, dessen Leben eine große Predigt ist, in Ehren halten."



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Ich war in den vergangenen Wochen auf Radtour. Dabei kam ich auch zum ehemaligen Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, nördlich von Berlin. In einer herrlichen Landschaft errichtete die Nazi-Diktatur hier Konzentrationslager mit Außenlagern. Mir ist das Leben einer französischen Ordensfrau besonders in Erinnerung geblieben ...

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