> Andervenne (Geschichte)

Die Geschichte


Die St. Andreaskirche kurz nach der Erbauung.

Der Ort wird erstmals erwähnt im Jahre 1000 in einem Einkünfteverzeichnis des Klosters Corvey. Er gehörte früher zum Kirchspiel Freren. Am Ende des 19. Jahrhunderts fassten die Bewohner Andervennes den Entschluss zum Bau einer eigenen Kapelle, die sie ganz auf eigene Kosten gegen den Widerstand Frerens und des Bischofs errichteten.

Für Bau und Unterhalt der Kapelle war eine "private Interessengemeinschaft" zuständig. Am 26. Juni 1884 wurde der Grundstein gelegt. 1886 war die Kapelle zwar erbaut, aber jeder weitere Schritt hinsichtlich der Gottesdienste musste mit Ausdauer erkämpft werden. Zuerst waren nur Andachten und Christenlehre erlaubt.
1893 erlaubte dann doch der Bischof, einmal werktags in der Woche eine Heilige Messe zu lesen, damit "die Andervenner nur den Trost haben, in ihrer mit nicht geringen Mitteln hergestellten Kapelle keine ganz zwecklose Einrichtung sehen zu müssen". Die erste Messe wurde am 14. September 1893 gelesen.
Ab 1895 durfte auch am Sonntagmorgen eine Frühmesse und nachmittags eine Andacht gehalten werden. 1899 bekam Andervenne einen eigenen Geistlichen, der aber immer noch dem Frerener Pfarrer unterstand. 1901 wurde der volle Sonntagsdienst erlaubt, d. h. es durfte auch ein Hochamt gefeiert werden. 1902 wurde die Interessen-
gemeinschaft in eine rechtskräftige Kapellengemeinschaft umgewandelt. Von der Zeit an konnte die "Kapellengemeinde Andervenne" Eigentum erwerben und ihr Vermögen selbstständig verwalten. 1911 wurde Andervenne zur Kuratiegemeinde ernannt, jetzt durften auch Taufen, Trauungen und Beerdigungen in Andervenne stattfinden. Ab 1911 werden auch die Andervenner Kirchbücher geführt. An Freren musste eine hohe Abfindungssumme gezahlt werden. 1921 erfolgte die Ernennung zur Pfarrgemeinde, und Pfarrer Josef Merlin wurde zum ersten Pfarrer der St. Andreas Pfarrgemeinde Andervenne ernannt. Im Verlaufe ihres weiteren Bestehen, hat sich die Pfarrgemeinde weiter entwickelt. Aus der Kapelle wurde nach und nach eine richtige Kirche.

1952 wurde der Grundstein für den Turmbau gelegt. 1957 konnte durch eine Schenkung von Willibrod Brenninkmeier, Mettingen, ein neues Pastorat gebaut werden. 1958 wurde die Kirche renoviert, und im gleichen Jahr erhielt sie drei neue Glocken, 1959 konnte eine Turmuhr eingebaut werden. 1971 erhält die Kirchengemeinde eine Friedhofskapelle. Seit 1981 hat die Gemeinde keinen eigenen Pfarrer mehr und wird seitdem vom Pfarrer der St. Vitus Gemeinde Freren betreut. 1984 feierte die Kirchengemeinde den 100. Geburtstag der St. Andreas Kirche. Pfarrer Günter Kellersmann weihte im Rahmen der Festwoche das Andreas-Haus als eine Begegnungsstätte für die Gemeindemitglieder ein. Drei Jahre später, 1987, wurde mit einer umfangreichen Renovierung der Kirche begonnen. Am 30. November 1989 wurde der neue Zelebrationsaltar durch Weihbischof Dr. Karl-August Siegel eingeweiht.

Im Jahre 2000 feierte die Gemeinde Andervenne ihr 1000-jähriges Jubiläum. Wie sehr die Gemeinde mit ihrer Kirche verbunden ist, zeigt sich darin, dass das Logo der 1000-Jahr-Feier den Kirchtum der St. Andreas Kirche zeigt.



Neuigkeiten aus dem Bistum Osnabrück

Er ist unter uns
Pfarrer Michael Lier stellt sich im aktuellen Bibelfenster die Frage: Was wird Ostern eigentlich gefeiert? Es geht darum, was heute Mut macht, in dieser Welt weiterzuleben. Aber was nimmt die Angst vor dem Leben?

Eingeschrieben im "Buch des Lebens"
Am 18. April gedenkt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der Verstorbenen der Corona-Pandemie. Diese stehen an diesem Tag auch in der Osnabrücker Kirche St. Johann im Mittelpunkt: Dechant Martin Schomaker segnet dann das "Buch des Lebens".

"12. Mann" für Lila-Weiß
Das Diözesanmuseum Osnabrück setzt sein Projekt "ein-bild-galerie" konzeptionell leicht verändert mit dem Ölgemälde "Aufstieg" des Osnabrücker Künstlers Werner Kavermann fort.

Bischof feiert Gottesdienst für Verstorbene der Corona-Pandemie
Bischof Franz-Josef Bode gedenkt am Sonntag, 18. April, um 19.00 Uhr im Dom St. Petrus in Osnabrück in einem Gottesdienst der Verstorbenen in der Corona-Pandemie. Anlass dazu ist ein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier initiierter Gedenktag, der bundesweit und auch in vielen Gemeinden im Bistum Osnabrück begangen wird.

Podium zur Rolle der Frau in der Kirche
Die Rolle der Frau in der katholischen Kirche ist Thema der Online-Veranstaltung "Keine Kirche ohne Frauen". Der Abend wird am Donnerstag, 29. April, von 18.00 bis 21.00 Uhr aus dem Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen gestreamt.

Einen neuen Anfang wagen
Vor Kurzem las ich eine Erzählung und dachte, irgendwie passt sie zu vielen Fragen, die uns in der Kirche gerade beschäftigen. Aber mir scheint es an der Zeit zu sein, nicht bei diesen Fragen stehen zu bleiben.

Flexibel ins neue Semester
Die Katholische Hochschulgemeinde Osnabrück startet ins Sommersemester 2021 - wegen Corona ist jedoch Flexibilität gefragt. Immerhin eines bleibt: Der Ökumenische Eröffnungsgottesdienst am 14. April!

Vorwärts! Volle Pulle!
Slamen, das ist Wortakrobatik auf der Bühne, viel Applaus, Drama und Komödie. Bereits zum fünften Mal veranstalten verschiedene Einrichtungen des Bistums Osnabrück und der evangelisch-reformierten Kirche in der Stadt einen Preacherslam: Während des Wettbewerbs am 16. April präsentieren sechs Frauen und Männer ihre besten Texte auf Instagram - geistlicher Tiefgang inbegriffen.

Wir sind gemeint
Am Ende des Johannesevangeliums, ein knapper Absatz, der oft als unbedeutende "Randnotiz" überlesen wird, werden die Leserinnen und Leser direkt angesprochen. Es lohnt sich, einen Blick drauf zu werfen, findet Bibelfensterautorin Katrin Großmann.

Ein Grund zur Freude
Fühlen wir uns derzeit vielleicht deshalb so schwach, weil vieles so freudlos geworden ist? Wo man hinschaut - Krise: Kirchenkrise, Wirtschaftskrise, Gesundheitskrise, Herzenskrise ... Die Lage lässt sich nicht schönreden, doch vielleicht sollte man ab und zu nach einem Augenzwinkern Gottes Ausschau halten.

Der Löwenpudel winkt
Zum fünften Mal geht es um den "Osnabrücker Löwenpudel" - so heißt die Trophäe des kommenden Predigtwettbewerbs. Sechs Frauen und Männer werden im sogenannten Preacherslam zum Thema "Vorwärts! Volle Pulle!" ihre Gedanken vortragen. Eine Jury bewertet die Beiträge. Termin ist Freitag, 16. April, um 20.00 Uhr.

Warum ist der Hase fair?
Osterzeit ist auch Schokoladenzeit. Im Weltladen in Osnabrück gibt es beispielsweise faire Osterhasen. Aber was ist da anders? Mehr dazu im Video!
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